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„Systemsprenger oder verhaltensoriginelle Jugendliche?“ - Fachtagung an der Ostfalia Hochschule war nach kurzer Zeit ausgebucht

Am 29. Mai 2015 diskutierten in Wolfenbüttel 160 Praktiker_innen aus Jugendämtern und Einrichtungen sowie Forschende und Studierende miteinander zum Thema Individualpädagogik. >>

Änderungen bei der Erste Hilfe Aus- und Fortbildung

Seit dem 1. April haben sich die Richtlinien für die Ausbildung der betrieblichen Ersthelfer und damit des Erste-Hilfe-Kurses geändert. >>

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Als führender Fachverband repräsentiert der Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V. (be) seit 1992 die Vielfalt der Arbeitsfelder der Individual- und Erlebnispädagogik und seiner Mitglieder.

Unter wissenschaftlicher Begleitung verbreitet der Verband den ganzheitlichen und handlungsorientierten Ansatz in der Öffentlichkeit. Er entwickelt Qualitätsstandards für die verschiedenen Fachbereiche und setzt sich auf Landes- und Bundesebene für die Interessen seiner Mitglieder aus dem In- und Ausland ein.

Erlebnispädagogik in der Definition des Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik:

"Wir arbeiten mit einem pädagogischen Konzept zielorientiert und bevorzugt in der Natur oder dem naturnahen Raum vorrangig an der Förderung von Selbst- und Sozialkompetenzen."

Diese Definition entstand in der Fachgruppe "Aus- und Weiterbildung" im Rahmen der Erstellung der Qualitätsgrundlagen für erlebnispädagogische Aus- und Weiterbildungen.

 

Ziel des Verbandes ist die Förderung der Individual- und Erlebnispädagogik.

 

Berufsbild Erlebnispädagoge / Erlebnispädagogin 

Das Berufsbild wurde vom 'Hochschulforum Erlebnispädagogik' und dem Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V. (Fachgruppe "Aus- und Weiterbildung") in einem dreijährigen Prozess entwickelt und am 13.03.2015 verabschiedet. Es wird regelmäßig aktualisiert.

Aufgaben und Tätigkeiten
Die spezifischen Aufgaben und Tätigkeiten von Erlebnispädagog_innen liegen in der zielgerichteten, fachlich fundierten Planung und Durchführung handlungsorientierter Lernszenarien, vorzugsweise in und mit der Natur als Erfahrungsraum. Sie arrangieren ganzheitlich orientierte, individuell herausfordernde und nicht alltägliche Situationen, die entwicklungs- und bildungswirksame Erlebnisse ermöglichen. Diese fördern vorrangig personale und soziale Kompetenzen.

Bei der Planung, Durchführung und Evaluierung der Lernszenarien berücksichtigen  Erlebnispädagog_innen grundlegende Strukturmerkmale wie beispielsweise Selbststeuerung, Eigenverantwortung, Freiwilligkeit, Ressourcen- und Prozessorientierung sowie die Dimension der sozialen Interaktion. Neben der Beachtung aktueller Sicherheitsstandards stehen die physische, psychische und soziale Unversehrtheit der Teilnehmenden im Vordergrund. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung wird Wert auf einen achtsamen Umgang mit Natur und Umwelt gelegt.

Um einen Lerntransfer und Entwicklungsprozesse in die Lebens- und Arbeitswelt zu unterstützen, setzen Erlebnispädagog_innen verschiedene Reflexionsmethoden ein. Sie arbeiten theoriegeleitet und greifen dabei auf spezifische Lern- und Wirkungsmodelle zurück.

Lernräume und Aktivitäten
Charakteristische Angebote reichen von natursportlichen Aktivitäten wie zum Beispiel Wandertouren, Segeln, Klettern, Kanufahren über Wildnis- und Naturaufenthalte bis zu Interaktionsübungen und handlungsorientierten Projekten. Solozeiten, kreativ-rituelle Angebote oder City Bound gehören zum weiteren Spektrum.

Arbeits- und Handlungsfelder
Erlebnispädagog_innen sind im Bereich ‚Pädagogik’ zum Beispiel in der Kinder- und Jugendarbeit, Jugendhilfe, im schulischen, außerschulischen und tertiären Bildungsbereich oder in der Erwachsenenbildung und Heilpädagogik tätig.

Im Bereich ‚Wirtschaft’ arbeiten Erlebnispädagog_innen vorzugsweise als Prozessbegleiter_innen und Trainer_innen im Rahmen von Personal- und Organisationsentwicklung.

Auf dem Gebiet der ‚Gesundheitsförderung’ sind Erlebnispädagog_innen vor allem in der Prävention und Rehabilitation tätig.

Im Handlungsfeld der ‚Therapie’ unterstützen Erlebnispädagog_innen als Teil eines multiprofessionellen Teams therapeutische Prozesse.

Ein erweitertes Arbeitsfeld finden Erlebnispädagog_innen im Bereich der Natur- und Umweltbildung sowie in der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Sie sind ferner in freizeitpädagogischen und touristischen Bereichen tätig, arbeiten dort aber vorwiegend erlebnisorientiert.

Kompetenzen und Ausbildung
Erlebnispädagog_innen erwerben im Rahmen ihrer Ausbildung neben pädagogischen und psychologischen Kompetenzen zur angemessenen Prozessbegleitung und verantwortungsvollen Gruppenführung auch die erforderlichen technischen Qualifikationen zur sicheren Anleitung der
Teilnehmenden in den entsprechenden erlebnispädagogischen Lernräumen und Aktivitäten.

Grundlegend sind hierbei die Orientierung an einem humanistischen Menschenbild, eine wertschätzende Haltung gegenüber menschlicher Vielfalt und einem Wertesystem, das sich in den Menschenrechten verankert sieht.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden und sie professionell und bewusst einsetzen zu können, sind fachliche, personale und soziale Kompetenzen notwendig. Diese erlangen sie durch eine qualifizierte pädagogische Ausbildung sowie eine fundierte erlebnispädagogische Qualifizierung, wie sie der Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V. (be) formuliert hat. Darüber hinaus ist eine für die spezifischen Aktivitäten und Lernräume entsprechende (fachsportliche) Qualifikation erforderlich.

© Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V.